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Druckqualität – die Gesamtsituation

8 September 2014Categories: Etikettierung
​von Mark Ritchie, Produktmanager bei Xaar

Das Thema Druckqualität ist sehr komplex, subjektiv und besonders im Vierfarbdruck schwer in Zahlen auszudrücken,. Kuerzlich haben einige Artikel das Nummernspiel gespielt, indem sie die Anzahl der Punkte oder Linien pro Zoll als den Schlüsselfaktor für Druckqualität verwendet haben. Dies ist ein stark vereinfachender Ansatz, der viele weitere und wichtige Faktoren ausser Acht laesst, die sich auf das gesamte System und nicht nur auf den Druckkopf beziehen. .

Welche anderen Faktoren  leisten nun ihren Beitrag zur Druckqualität?

Alles dreht sich um den Punkt 

Auch wenn Punkte oder Zeilen pro Zoll wichtig sind, muss nicht nur  die Ansprechbarkeit desDruckkopfes in Betracht gezogen werden, sonder die des gesamten Systems. Die Ansprechbarkeit kann erhöht werden, indem mehrere Druckköpfe verschachtelt werden, um die effektiven npi zu verdoppeln.

Die Verwendung von Graustufen mit variablen Punkten kann auch die für das menschliche Auge sichtbare Auflösung im Vergleich zum binären Druck erhöhen.

Ist Größe wichtig?

Wenn man die Druckqualität betrachtet ist Größe durchaus wichtig. Eine geringe Tropfengröße erzeugt einen kleinen Punkt mit geringer Farbdichte, der weiche Kanten im Textdruck erzeugen kann, wenn er zum Füllen von Zwischenräumen um größere Punkte herum verwendet wird. Große Tropengrößen garantieren jedoch eine solide Abdeckung und stärkere oder deckendere Farben.

Finden des Optimums

Um eine präzise Abbildung zu garantieren, muss jeder Punkt mit Präzesion auf dem Bedruckstoff plaziert werden. Falsch gesetzte Punkte beeinträchtigen die Druckqualität des Texts, so dass er ausgefranst um die Kanten aussieht, und sorgen für weiße Linien in Bildern und großflächig bedruckten Bereichen.

Konsistenz ist kritisch

Die Konsistenz der Tropfengröße ist kritisch für die sichtbare Druckqualität. Bänder verschiedener Farbdichten, die im Druckbild sichtbar sind, sind äußerst unerwünscht. Diesekönnen von inkonsistenten Tropfengrößen über einen einzelnen Druckkopf und  über die gesamte Druckbreite verursacht werden. Dieser Effekt wird sowohl von den physikalischen Gegebenheiten des Druckkopfs als auch von Schwankungen der Tintentemperatur beeinflusst.​

Wie nahe kann man dem Ideal kommen?​​

Die endgültige​ Prüfung der wahrgenommenen Druckqualität ist der eigentliche optische Eindruck des menschlichen Auges.​ Die Stärke des menschlichen Auges mit einer Sehkraft von 20/20 führt zu einer Punktgröße von 29 Mikron bei einer Mindestbrennwe​ite von 10 cm. Dies wiederum ergibt eine effektive Auflösung von 876 dpi, die locker im Leistungsvermoegenseines Druckkopfs mit 360 npi und 8 Graustufen liegt.  Höhere Auflösungen bieten daher wenig Vorteile, da sie die Sehkraft des menschlichen Auges übertreffen.

Alle hier aufgeführten Faktoren tragen zur Druckqualität auf dem Bedruckstoff bei und müssen daher berücksichtigt werden.  Unser kürzlich veröffentlichtes White Paper "Druckqualitätsanforderungen für Single-Pass Inkjet-Druck – das Gesamtbild"​​, sorgt für ein detaillierteres Verständnis der bestimmenden Faktoren der Druckqualität und ihrer optischen Wahrnehmung.​​


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