Piezoelektrische Tintenstrahltechnik

Piezoelektrische Tintenstrahltechnologie verwendet piezoelektrisches Material als aktive Komponente im Tintenstrahl-Druckkopf. Das Merkmal von piezoelektrischem Material ist der sog. Piezo-Effekt: Gewisse (natürliche) Stoffe geben eine (elektrische) Ladung ab, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Ein weiteres Phänomen - der piezoresistive Effekt - tritt dann auf, wenn das Material mit Strom beaufschlagt wird und sich dann verformt (d.h. bewegt). Piezoelektrische Druckköpfe verwenden PZT - das ist ein künstlich hergestellter und gepolter Werkstoff. Alle piezoelektrischen Druckköpfe arbeiten auf die gleiche Art und Weise. Zum Ausstoß Tintenstrahltropfens muss das Material verformt werden.

Aufstrahlen der Farbe im Strahlverfahren

Im Druckkopf eines Drucksystems befinden sich die Düsen, die zum Spritzen der Tinte verwendet werden. Piezoelektrische Druckköpfe bestehen aus einem aktiven Bauteil, dem „Aktuator“ mit einer Reihe von Röhrchen und Kanälen, die gemeinsam als „Flüssigkeitspassage“ bezeichnet werden, sowie Elektronikbausteinen zur Ansteuerung der einzelnen Kanäle. Der Aktuator enthält eine Anzahl von parallel zueinander angeordneten, aus PZT gefertigten Trennwänden, die die Kanäle bilden. Bei Bulktechnologie-Druckköpfen von Xaar werden die Wände der Tintenkanalwände mit Strom beaufschlagt, so dass sich die Wände bewegen. Bewegungen der Wände der einzelnen Kammern im Druckkopf verursachen Schalldruckwellen, die die Tinte aus den Düsen am Ende oder an den Seiten jedes Kanals ausstoßen.